Fasziniert von längst vergessenen, oft gefloppten Synthesizern, analoger Aufnahmetechnik und der Lofi-Neue-Welle-Kultur der frühen 80er, richtete sich Rabbit Beam eine Art Abenteuerspielplatz und Gnadenhof für Produktionsequipment ein.

Sein Debüt erschien 2024 mit Moments in Stove, ein Konzeptalbum zur akusmatischen Stimme. Rabbit Beams wichtigste Richtlinie ist, dass experimentelle Musik nicht atonal sein muss. Die Songs auf Moments in Stove bauen Spannungsbögen auf, die überraschen, bewegen und mitreißen – Storytelling durch Harmonie, Rhythmus und entsprechende Brüche.

Es sind oft kurze schnoddrige akustische Fragmente, deren nerdiges Spiel mit den Möglichkeiten des elektronischen Repertoires eine reine Freude ist. Dabei wird, wie es nur geht, auf klangliche Klischees herkömmlicher Clubmusik verzichtet.